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16-01-2018

Wissenschaftliche Tagung "Unterwegs zu neuen Ufern. Stadt und Fluss im transregionalen europäischen Diskurs" - 17. und 18. September 2018


Category: Information
Posted by: renatas

 

Die Polnische Historische Mission veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Würzburg, der Nikolaus-Kopernikus-Universität in Toruń sowie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg eine internationale wissenschaftliche Tagung unter dem Titel:

Unterwegs zu neuen Ufern. Stadt und Fluss im transregionalen europäischen Diskurs

Termin: am 17. und 18. September 2018.
Tagungsort: Stadtarchiv Würzburg (Neubaustraße 12, 97070 Würzburg).

Seit Jahrtausenden siedelten Menschen bevorzugt an Fließgewässer, die vor allem als Wasser- und Ernährungsquellen, Verkehrswege sowie „Motor" für alle wirtschaftlichen Tätigkeiten dienten. Wohnen in einer Siedlung ohne Bach oder einer Stadt ohne Fluss bedeutete für die Einwohner erschwerte Lebensbedingungen und geringere Entwicklungsmöglichkeiten. Die Wichtigkeit der Bäche und Flüsse und ihrer Bewirtschaftung für eine kontinuierliche Entwicklung von Städten, Regionen und Staaten wurde oft in der historischen Forschung unter unterschiedlichen Schwerpunkten betont. Die direkten Zusammenhänge zwischen der Stadt und dem Fluss in Europa in der Vergangenheit bleiben aber immer noch für die historische Wissenschaft ein offenes Thema. Ziel der Tagung „Unterwegs zu neuen Ufern" ist es, eine Darstellung der politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge zwischen Stadt und Fluss im Europa (insbesondere im mitteleuropäischen polnisch- und deutschsprachigen Kulturraum) im Vergleich zu bieten.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen folgende Fragen:

  • Anfang, Entwicklung und Form: die strukturgebende Rolle der Flüsse bei der Entstehung und räumlicher Entwicklung der Städte;
  • Stadtverwaltung: städtisches Vorgehen für Flussnutzung und Flussregulierung sowie Sicherung der Stadt (Befestigungen);
  • wirtschaftliche Tätigkeit der Stadtbewohner: Landwirtschaft, Mühlen, Fluss als Transportweg (Schiffbau und Organisation des Transports);
  • Lebensalltag: Stadtbewohner und Fluss;
  • Einfluss der Stadt auf das Ökosystem des Flusses, Zerstörung und Umweltschutz;
  • Kultur der Stadt: das Thema Fluss;
  • gegenseitiger Einfluss der Städte in dem Bereich „Fluss-Politik", Zusammenarbeit (zum Beispiel bei der Organisation des Verkehrs, Flussregulierung), europäische Netzwerke.

Untersuchungszeitraum: von der Spätantike bis in das 19. Jahrhundert.

Dieser Call for Papers richtet sich insbesondere an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich der Geisteswissenschaften, aber auch an Interessierte aus anderen benachbarten Forschungsrichtungen. Einführende Beiträge sind explizit erwünscht. Ebenso können Einzelbeispiele mit entsprechender Signifikanz für die Tagung vorgestellt werden.

Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Für jeden Vortrag ist eine Dauer von ca. 20 Minuten vorgesehen. Tagungsgebühren sind nicht vorgesehen. Honorare können leider nicht gezahlt werden. Die Veranstalter bemühen derzeit überdies, eine Unterkunft vor Ort und die Reisekostenerstattung der Referierenden sicherzustellen. Die Veröffentlichung der Vorträge ist im Jahrbuch „Bulletin der Polnischen Historischen Mission", Nr. 14/2019, vorgesehen.

Die Veranstalter bitten um die Einreichung von Vortragsvorschlägen (Anmeldeformular). Bitte richten Sie Ihre Vorschläge bis zum 15. Februar 2018 per E-Mail an Dr. Renata Skowrońska (E-Mail: r.skowronska@uni-wuerzburg.de).

Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme an der Tagung ein!

Veranstalter:
• Polnische Historische Mission an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg – Dr. Renata Skowrońska
• Stadtarchiv Würzburg – Dr. Axel Metz, Dr. Renate Schindler
• Nikolaus-Kopernikus-Universität Toruń, Institut für Geschichte und Archivkunde, Lehrstuhl für Geschichte der Baltischen Länder – Prof. Dr. Andrzej Radzimiński
• Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Philosophische Fakultät, Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte – Prof. Dr. Helmut Flachenecker

Die Tagung wird in Verbindung mit dem Kolleg „Mittelalter und Frühe Neuzeit" veranstaltet.

 

 

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