Marc Jarzebowski, Die Residenzen der preußischen Bischöfe bis 1525. Toruń 2007

 

Aus dem Vorwort:

Die denkwürdigen aus einer lateinischen Sentenz stammenden Worte: habent sua fata libelli, lassen sich heute sehr gut auf die 2002 ins Leben gerufene Publikationsreihe "Prussia Sacra. Historische Beschreibung der Kirche im Deutschordensland in Preussen" beziehen. Betonenswert ist dabei, dass die außerordentlich fruchtbare wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Mediävisten aus dem Institut für Geschichte und Archivkunde der Nikolaus Kopernikus Universität zu Thorn und den Mediävisten aus dem Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen mit ihrem Leiter, Professor Otto Gerhard Oexle, an der Spitze zur Gründung der oben erwähnten Publikationsreihe führte. Ihrem Konzept nach soll "Prussia Sacra" ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit nicht nur zwischen den Thorner und den Göttinger, sondern auch im weiteren Sinne zwischen den polnischen und den deutschen Historikern bilden. Ihre Aufgabe soll nicht nur die Vorstellung der bedeutsamsten Untersuchungen, die sich auf die vier mittelalterlichen preußischen Bistümer (Kulm, Pomesanien, Ermland und Samland) beziehen und die Anknüpfung an die namhafte Reihe "Germania Sacra" sein. Die Gründer dieser Publikationsreihe haben sich nämlich auch zum Ziel gesetzt, Stereotype, die lange Zeit die mit der Geschichte des Deutschordensstaates in Preußen zusammenhängenden Untersuchungen (auch im Bereich der Kirchengeschichte auf diesem Gebiet) belasteten, abzubauen. Leider hat die Auflösung des Max-Planck-Instituts für Geschichte in Göttingen zur Folge, dass der Leser den dritten und zugleich den letzten Band dieser Publikationsreihe in der vorgegebenen Form erhält. Der vorliegende Band wurde durch das Max-Planck-Institut für Geschichte und durch die Nikolaus-Kopernikus-Universität gemeinsam finanziert. An dieser Stelle möchten wir den Lesern versichern, dass wir alle möglichen Maßnahmen ergreifen, die die Fortsetzung der Publikationsreihe "Prussia Sacra" im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen den polnischen und deutschen Historikern ermöglichen. Und noch kurz zur Erinnerung: Im ersten Band, der ähnlich wie die zwei weiteren durch den Verlag der Nikolaus-Kopernikus-Universität herausgegeben wurde, erschien die Monographie des Berliner Historikers Mario Glauert Das Domkapitel von Pomesanien (1284-1527). In diesem Jahr wurde der zweite Band veröffentlicht, der die Untersuchungsergebnisse des Thorner Historiker Radoslaw Biskup unter dem Titel Das Domkapitel von Samland (1285-1525) präsentiert. Im dritten Band der Publikationsreihe "Prussia Sacra", den wir in die Hände der Leser überreichen, werden die Untersuchungsergebnisse des Berliner Historikers Mare Jarzebowski dargestellt. Sie beziehen sich auf die Residenzen der Bischöfe in Preußen und erscheinen jetzt in Form einer Monographie unter dem Titel Die Residenzen der preussischen Bischöfe bis 1525.

Thom und Göttingen, März 2007

Nathalie Kruppa

Andrzej Radzimiński

 

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