Radosław Biskup, Das Domkapitel von Samland (1285–1525). Toruń 2007

 

Aus dem Vorwort:

Der vorliegende und bereits zweite Band aus der Reihe „Prussia Sacra. Historische Beschreibung der Kirche im Deutschordensland in Preußen" stellt das Ergebnis einer langjährigen engen wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Mediävisten aus dem Institut für Geschichte und Archivkunde der Nikolaus-Kopernikus Universität zu Thorn und den Mediävisten aus dem Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen dar. Erwähnenswert ist dabei die Tatsache, dass die Idee für eine solche Publikationsreihe, die die Voraussetzungen eines der wichtigsten das Mittelalter betreffenden Forschungsprojekte, und zwar die "Germania Sacra", zum Vorbild haben sollte, gemeinsam von den polnischen und den deutschen Historikern kam. Zum Gegenstand der Recherchen wurden die vier vorreformatorischen Diözesen der ehemaligen Gebiete des Deutschen Ordens in Preußen, das heißt die Diözesen Kulm, Pomesanien, Ermland und Samland. Die Reihe "Prussia Sacra" ist von ihrer Konzeption her offen für Monographien, die die genannten Bistümer, die damaligen Domkapitel und Klöster betreffen sowie für andere monographische Darstellungen aus dem Bereich der Kirchengeschichte, die von polnischen und deutschen Historikern verfasst wurden. Um an das breitere europäische Publikum zu gelangen, werden die Monographien ausschließlich auf Deutsch veröffentlicht. Jeder Band enthält jedoch eine umfangreiche Zusammenfassung auf Polnisch. Die gesamte Publikationsreihe wird durch die Nikolaus-Kopernikus Universität und durch das Max-Planck-Institut für Geschichte gemeinsam finanziert. Nennenswert ist auch die Tatsache, dass die Reihe 2002 mit dem von dem deutschen Historiker Mario Glauert verfassten Band unter dem Titel Das Domkapitel von Pomesanien (1284-1527) eröffnet wurde. Dem existierenden Konzept dieser Reihe entsprechend wurde der vorliegende zweite Band, den wir in die Hände der Leser überreichen, von dem Thorner Forscher Radoslaw Biskup verfasst. Der Titel des Bandes ist Das Domkapitel von Samland (1285-1525). Auf diese Weise wurde schon die zweite wichtige kirchliche Institution im Deutschordensstaat in Preußen behandelt. Hinsichtlich des Arbeitskonzeptes knüpfte der Autor an die Monographie von Mario Glauert an, indem er, soweit es die Quellen erlaubten, die verfassungsrechtlichen, ökonomischen und prosopographischen Fragen schilderte, die das samländische Domkapitel betrafen.

Zum Schluss muss noch hinzugefügt werden, dass zur Zeit der nächste, dritte Band der Publikationsreihe „Prussia Sacra" vorbereitet wird. In diesem Rahmen wird die Dissertation von Marc Jarzebowski unter dem Titel Die Residenzen der preussischen Bischöfe bis 1525 veröffentlicht.

Thorn und Göttingen, Februar 2007

Andrzej Radzimiński

Nathalie Kruppa

 

© 2010 przez Polska Misja Historyczna w Würzburgu| Wszystkie prawa zastrzeżone | góra

© Partner: Historicus